Recherchestipendium Performing Remembrance - Denkmal

2021

Künstlerische Forschungsresidenz

Umsetzung geplant für 2022/23, Lichthof Theater

Credits:

Konezpt: Maria Isabel Hagen, Christopher Felix Hahn
Choreografische Beratung: Jessica Nupen

Gefördert vom #takecare Programm des Fonds Darstellende Künste
Behörde für Kultur und Medien Hamburg
Unterstützt durch den Hilfsfonds »Kultur hält zusammen« der Dorit & Alexander Otto-Stiftung und der Hamburgischen Kulturstiftung

Eine künstlerische Forschungsresidenz in der Ruine der Synagoge in der Hamburger Neustadt von Maria Isabel Hagen und Christopher Felix Hahn im Juni 2021.

Gefördert vom #takecare Programm des Fonds Darstellende Künste, der Behörde für Kultur und Medien Hamburg und der Dorit & Alexander Otto-Stiftung hielten Maria Isabel Hagen und Christopher Felix Hahn im Juni in der Ruine der Synagoge in der Hamburger Neustadt eine künstlerische Forschungsresidenz ab. Unter der Frage, wie Hamburg mit seinem jüdischen Erbe umgeht, begaben sie sich auf eine Spurensuche nach den Zeugnissen der jüdischen Kultur in Hamburg und besuchten Denkmäler zum (ehemaligen) jüdischen Leben in Hamburg.
Beim Residenzort handelt es sich um einen einmaligen Ort der jüdischen Geschichte mit internationaler Bedeutung. Hier liegen die Ursprünge der historischen Bewegung des Reformjudentums, das sich von Hamburg aus in alle Welt verbreitete. Die Stadt hat das Gelände vor kurzem gekauft und es es existieren Pläne für eine Wohnbebauung. Kern der künstlerischen Auseinandersetzung war die Gegenüberstellung von statischen, klassischen Denkmälern und den Möglichkeiten der Performance, Denkmalcharakter zu erreichen. Das statische Denkmal z.B. in Form einer Bronze-Skulptur im öffentlichen Raum besteht aus einem widerstandsfähigen Material und ist fest in den Boden eingelassen oder auf einem Sockel verankert. Die Performance steht dieser Version des Gedenkens diametral gegenüber. Sie ist zeitlich begrenzt und im Gegensatz zur Statue lebendig. Eine der Kernfragen des Projekts lautet demnach: Wie kann der performende, lebendige Körper in einer Performance Denkmalcharakter bekommen? Wie muss eine Performance gestaltet sein, so dass sie an eine Person, ein Ereignis, eine Epoche oder einen Brauch erinnert, wie es ein Denkmal tut?
Jessica Nupen übernahm in diesem Stipendium die choreografische Beratung.

Die Produktion ist für 22/23 in Kooperation mit dem Brachland-Ensemble und dem Movement Metropolitan am Lichthof Theater in Hamburg geplant.

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